Broschüre: HIV und AIDS: Umgang mit Patienten aus Schwarzafrika | ![]() |
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| In der Beziehung von afrikanischen Patienten zu ihren europäischen Ärzten, Beratern und Begleitern wird der Dialog häufig durch kulturell bedingte Missverständnisse gestört. Dies gilt in besonderem Maße dort, wo eine HIV-Infektion Gegenstand der Konsultation ist. | |
| Genau dieses interkulurelle Dilemma greift zum ersten Mal Frau Dr. med. Solange Nzimegne-Gölz, Ärztin aus Kamerun mit Schwerpunkt HIV und AIDS und längjährigen Erfahrung in einer HIV-Schwerpunktpraxis in Berlin an, mit einer Grundlage, die in dieser Form noch nie zusammengestellte worden ist.
Mit der vorliegenden Broschüre möchte sie das interkulturelle Dilemma ins Bewusstsein heben und zu seiner Überwindung beitragen. Sich auf die Werte einer anderen Kultur einzulassen, ist bei allen Menschen mit inneren Widerständen verbunden: Die Wahrnehmung des Fremden relativiert die Bedeutung der eigenen Welt und schafft damit zunächst Unsicherheit. |
In der Broschüre werden nicht nur die soziökonomische, politische, gesellschaftliche, religiöse und traditionelle Grunddaten über Schwarzafrika dargelegt, sondern sowohl die Unterschiede zwischen traditionellen afrikanischen Medizin und westlichen Medizin behandelt als auch die irritierende Faktoren in den Beziehungen und die praktische Folgerung für den interkulturellen Umgang dargestellt. Getreu dem Mediengesetz "bad news are good news" dient Afrika als ständiger Lieferant für Katastrophenmeldungen: AIDS, Hunger, Kriege, Kindersoldaten, Völkermord, Flüchtlingsströme, politische Krisen. Der "Afro-Pessimismus" färbt leider nicht nur die Beziehung zwischen Europäern und Afrikanern, sondern auch das Verhältniss europäischer Ärzte zu ihren afrikanischen
Patienten. Die Konflikte in diesen Beziehungen entstehen durch fehlende Kenntnisse der fremden Kultur. Daraus resultieren Handlungsweisen unter falschen Annahmen und
Erwartungen. Die Beziehung ist eurozentrisch und nicht afro-europäisch.
Die Broschüre ist zu beziehen bei der Africanissima gGmbH
Die Ergebnisse der Befragung von afrikanischen Migranten in Berlin zeigen noch einmal die Situation und die Einstellung dieser Menschen zum Thema HIV/AIDS.
Das unversehrte, vitale, fröhliche Alltagsleben des traditionellen Afrikas, die mitreißende Lebensfreude
- auch unter harten Bedingungen - ist keiner Meldung wert. So wird Afrika dem Europäer als ein im Chaos
versinkender Erdteil vorgestellt. Dieser verengte westliche Blickwinkel führt zu einer Haltung, die als "Afro-Pessimismus" bezeichnet wird.
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Wissen ist ein rassiges Pferd. Denken bedeutet, es reiten zu können. |