Das traditionelle, kulturelle und künstlerische Leben in Afrika und in der afrikanischen Diaspora | ![]() |
| FGM in Burkina Faso:
Mehrere Quellen bestätigen, dass die weibliche Genitalverstümmelung unter mehreren Ethnien in Burkina Faso sehr verbreitert ist, mit Außnahme der Ethniegruppen Bella und castes (UNHCR Country Reports 2002 31 Mar. 2003). Schätzungsweise sind 60 bis 72 % der weiblichen Bevölkerung betroffen. Die Praxis ist sehr präsent in 14 der 45 Provinzen des Landes:
Kénédougou, Yatenga, Sanmatenga, Comoé, Bougouriba, Poni, Bam, Soum, Ganzourgou, Gnagna, Kouritenga, Namentenga, Sourou, Zoundwéogo. Hier wird vor allen der Typ II (Exzision) pratiziert. Das Alter in dem FGM vorgenommen wird ist provinzabhängig. Die Exzision wird im Alter zwischen 0 and 7 Jahren, aber auch zunehmend bei 7 Tage alten Babys vorgenommen, damit sie sich an die Schmerzen nicht erinnern können. Im Oktober 1988 hat die Regierung von Burkina Faso ein nationales Komittee für den Kampf gegen FGM gegründet. Dieses Kommittee bestehend aus Repräsentanten mehrerer Ministerien, Vereinen, NGOs, Jugend- und Menschenrechtsbewegungen, ehtnischen Führern und religiösen Gemeinschaften, ist in allen 45 Provinzen aktiv und führt Informations-, Bildungs- und Trainingsverantaltungen durch, sowie Forschung, Follow-up, Evaluationen und Supervisionen. Dieses Komittee arbeitet auch mit anderen Ländern zusammen: Côte d'Ivoire, Guinea, Guinea-Bissau, Gambia, Niger, Mali, Mauretanien und Senegal, innerhalb eines subregionalen Netzwerks. Seit 1996 wird FGM als Verbrechen betrachtet. Deshalb erließ die Regierung das Gesetz No. 043/96/ADP vom 13. November 1996. In Mehreren Artikeln dieses Gesetzes wird das Praktizieren von FGM unter Strafe gestellt. Nach Angabe von "Le Monde diplomatique"(Sept. 1998) wurden 1997 mehrere Beschneiderinnen und ihren Komplizen gerichtlich verfolgt, bevor sie für mindestens 5 Monate ins Gefängnis mußten und 50 000 F CFA Geldstrafe zahlen mußten. Die Zahl der Fälle von weiblicher Genitalverstümmelung seit dem Verbot von 1996 ist fast um die Hälfte zurückgegangen. Noch immer müssten sich derzeit jedoch geschätzte 45 Prozent der Mädchen dem Ritual unterziehen (burkinische Sozialministerin Pascaline Tamini im Septemer 2007 in Ouagadougou) , obwohl die Praxis seit 1996 verboten ist und mit bis 5 Jahren Gefängnis bestraft wird. Quellen: UNHCR 2003 www.ipu.org/wmn-e/fgm-prov-b.htm http://diestandard.at |
Verhältnis Männer/Frauen: 0,97 Lebenserwartung Männer/Frauen: ![]() ![]() |
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