Das Frauenleben in Afrika und in der afrikanischen Diaspora | ![]() |
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Burundi: Kein Schutz vor Vergewaltigung im Krieg wie im Frieden Ein Bericht von Amnesty international Deutschland: 09.10.2007 Vergewaltigung von Frauen und Mädchen ist die Form sexueller Gewalt, über die aus Burundi am häufigsten berichtet wird. Bei den Tätern handelt es sich um Privatpersonen wie um Hoheitsträger, etwa aus den Reihen des Militärs aber auch anderer Sicherheits –und Polizeibehörden. Während des Bürgerkrieges von 1993 bis 2003 wurden Vergewaltigungen als Kriegswaffe eingesetzt. Die Tatsache, dass nach Erkenntnissen von amnesty international auch nach Beendigung der Feindseligkeiten Vergewaltigungen und andere Formen sexueller Gewalt weiterhin in hohem Maße stattfinden, verdeutlicht den dringenden Handlungsbedarf gegen die vorherrschende Straflosigkeit und die tief in der burundischen Gesellschaft verankerte Diskriminierung von Frauen. Der Bericht von amnesty international „Burundi: No protection from rape in war or peace“ dokumentiert ausführlich, dass in Burundi Vergewaltigungen im häuslichen Bereich ebenso wie in der Gemeinschaft (community) begangen werden und im ganzen Land nach wie vor verbreitet sind. Obwohl die Anzahl der Frauen in hochrangigen Positionen in Politik und Gesellschaft in jüngster Zeit deutlich gestiegen ist, hat sich die allgemeine Situation für Frauen in Burundi ebenso wenig verbessert wie ihr Schutz vor sexueller Gewalt. Zwischen 2004 und 2006 berichteten im Durchschnitt jährlich 1346 Frauen gegenüber der Organisation Ärzte ohne Grenzen von Vergewaltigungen, darunter auch Minderjährige. Allerdings ist es mangels offizieller Statistiken unmöglich verlässliche Zahlen über das wahre Ausmaß sexueller Gewalt in Burundi zu erhalten. Die Regierung verfügt über keine unabhängigen Untersuchungsmechanismen, die eine öffentliche Berichterstattung und Diskussion über die Verbreitung sexueller Gewalt und die Effektivität staatlichen Handels dagegen erlauben würden. Die burundischen Behörden sind nicht willens und auch nicht in der Lage, Vergewaltigungen und andere Formen sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu verhindern, zu untersuchen und strafrechtlich zu verfolgen, so dass die Täter in der Regel keiner Strafverfolgung zugeführt werden. Das Justizsystem ist schwach, schlecht ausgestattet und zudem wenig unterstützend tätig bei der Aufklärung von Fällen sexueller Gewalt. |
Verhältnis Männer/Frauen: 0,99 Lebenserwartung Männer/Frauen: ![]() ![]() |
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