Das traditionelle, kulturelle und künstlerische Leben in Afrika und in der afrikanischen Diaspora | ![]() |
| FGM in Eritrea:
Das Ergebnis der im Jahr 1997 stattgefunden demograpghischen und gesundheitlichen Untersuchung an 5054 Frauen zeigte, dass 90 % der Frauen in Eritrea von FGM Typ II (Exzision) oder Typ III (Infibulation) betroffen sind. Die meisten Mädchen werden bis zum Alter von 7 Jahren verstümmelt. Die Chriten im Land nehmen die Praxis schon im Alter von 40 Tagen vor und bei den Muslems, die FGM Typ III praktizieren, wird das Mädchen eine Woche nach der Geburt verstümmelt, es sei denn die Mutter findet keine Beschneiderin. Dann kann die Verstümmelung auch später vorgenommen werden, aber spätensten im Alter von 7 Jahren. Mehr als 90 % der infibulierten Frauen trifft man bei den Hedarib, Nara, Tigre, Bilen und Afar. Bei den Saho sind 41%, bei den Kunamag 31 % und nur 1 % der Tigrigna sind betroffen. FGM Typ III existiert nicht im Süden und in der zentralen Zone des Landes. Die Untersuchung konnte außerdem zeigen, dass gebildete Frauen und ex-Kriegerinnen ihrer Töchter weniger verstümmeln. Der EPLF (Eritrean People's Liberation Front), der den Unabhängigkeitskrieg führte und 1991 zur Regierung gehörte, arbeitete seit 1988 für die Abschaffung von FGM. 30 % der Kämpfer während dieses Krieges waren Frauen. Diese Frauen waren der Meinung, dass Frauen als Kriegsopfer, nicht dazu da sind um schädlichen Traditionen an Frauen fortzusetzen, sondern um Frauen zu beschützen. Die NUEW (National Union of Eritrean Women) klärt Schwiegermütter über die schädlichen Folgen der Praxis auf. Dieses Projekt ergänzt die Kampagne des Gesundheitsministeriums. Die NUEYS (National Union of Eritrean Youth and Students) führt ebenfalls anti-FGM-Kampagnen unter jungen Menschen durch. Am 31.03.2007 hat die Regierung Eritreas die Genitalverstümmelung von Frauen unter Strafe gestellt. Wer diese Praxis verlange, fördere oder sich daran beteilige, müsse künftig mit einer Geld- oder Gefängnisstrafe rechnen. Quellen: UNHCR 2001 Spiegel online vom 05.04.2007 |
Verhältnis Männer/Frauen: 0,99 Lebenserwartung Männer/Frauen: ![]() ![]() |
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